Brennpunkt Marzahn

Eine interessante Untersuchung des kommunalpolitischen Forum e.V. verdeutlicht Probleme der sozialen Lage von Kindern und Jugendlichen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, welcher zu den sozial besonders belasteten Bezirken Berlins gehört. Im Folgenden werden einige Aussagen der Untersuchung genannt. Wer mehr Interesse hat, findet alle weiteren Thesen direkt in der Untersuchung.

In Marzahn-Hellersdorf gibt es immer noch die meisten Mehrfamilienhaushalte, obwohl es auch immer mehr alleinerziehende Eltern mit einem Kind gibt. Mittlerweile sind das ein drittel der Familien mit Kindern. Erfreulich ist, dass die Prognose insgesamt eine relativ stabile Bevölkerungsentwicklung voraussagt.

Marzahn-Hellersdorf ist aber auch ein Bezirk mit einem niedrigen Migrationshintergrund. Wenn es einen Migrationshintergrund gibt, dann ist das meist ein osteuropäischer oder asiatischer. Im Gegensatz zum Rest von Berlin gibt es wenige Migranten mit einem türkischen oder arabischen Hintergrund. Nach wie vor ist Marzahn-Hellersdorf ein Brennpunkt in Berlin.

Leider kommen gerade Kinder mit Migrationshintergrund aus aus Familien, die sozial benachteiligt werden.

Zur guten Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gehört auch immer das Elternhaus. Bei der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter ist das Niveau der Arbeitslosigkeit im Vergleich mit dem Rest von Berlin leider nach wie vor sehr hoch. Die soziale Ungerechtigkeit ist in Berlin-Marzahn wesentlich stärker ausgeprägt als im Rest von Berlin.

Viele junge Menschen zieht es in die eigene Wohnung. Der Wunsch nach einer eigenen Wohnung ist sehr groß. Häufig möchten die Jugendlichen auch aus ihrem familiären Umfeld entkommen. Viele Familien leben in schlechten Wohnverhältnissen, weiß auch eine Berliner Firma für Wohnungsauflösungen zu berichten, die wir vor kurzem über die Lage in den Berliner Haushalten befragt haben: „Wir haben es leider immer wieder auch mit verwahrlosten Wohnungen zu tun, in denen auch Kinder und Jugendliche gelebt haben.“ In keinem anderem Bezirk wie Marzahn, gibt es einen so hohen Anteil von Sozialwohnungen. Dieser Umstand führt leider dazu, dass gerade Familien nach Marzahn-Hellersdorf ziehen, die ein geringes Einkommen haben.

Das spiegelt sich auch in der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wieder. Die soziale Lage ist hier entscheidender als die ethnische Herkunft.

Bei den Kitas erweist sich Marzahn als familienfreundlicher Bezirk. Hierzu trägt natürlich auch bei, dass immer mehr Kitas entstehen. Mehr Informationen können Sie dem Dokument entnehmen.

Marzahn: Neue Kitas, Spielplätze und sinkende Arbeitslosenquote

Sehr erfreuliche Nachrichten für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. So soll es mehr Kitaplätze und mehr Spielplätze geben und die Jugendarbeitslosigkeit ist auch gesunken. Das hört man natürlich gern.

Wie die B.Z. berichtet, will Berlin knapp 4,6 Mio. Euro für 830 neue Kitaplätze bereitstellen. Dahinter steckt das Landesprogramm „Auf die Plätze, Kitas los!“, welches die Erweiterung und Ausbau als auch den Neubau von Kitas fördert.

Ein großer Teil geht an die neuen Kitas in der Giesestraße, die Kita Kinderstube im Kita Kinderstube im Amanlisweg 8 und der Träger Drachenreiter für ein umfassendes Betreuungsangebot.

Weiterhin wurden bereits knapp 30 Mio. Euro in Berlin für öffentliche Spielplätze investiert. Hier belegt Marzahn-Hellersdorf den zweiten Platz mit insgesamt 138 Spielplätzen und Ausgaben von 3,71 Mio. Euro. Das ist natürlich eine nette Summe, über die sich die Kinder in Marzahn-Hellersdorf freuen dürften.

Weiterhin ist erfreulich, dass nur noch 966 Jugendlich Ende Juni in Marzahn-Hellersdorf arbeitslos gemeldet waren. Das ist umso erfreulicher, wenn man bedenkt, dass das der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung ist. Marzahn-Hellersdorf ist auf jeden Fall im Aufwind, was sehr erfreulich ist.